Alleinvermittlungsauftrag

Ein Alleinvermittlungsauftrag (auch "Exklusivauftrag" genannt) bedeuted, dass ein Immobilienmakler für eine bestimmte Zeit (Höchstgrenzen sind im Maklergesetz festgelegt) ausschließlich mit der Vermittlung eines Immobiliengeschäftes beauftragt ist. Dieser Auftrag bedarf zu seiner Rechtsgültigkeit der Schriftform.

Die Verpflichtung zur Provisionszahlung kann auch für den Fall, dass der Auftraggeber diesen Alleinvermittlungsauftrag innerhalb der vereinbarten Frist widerruft oder das Immobiliengeschäft alleine oder mit einem anderen Makler abschließt, vereinbart werden.

Im Gegensatz zum "schlichten Maklervertrag" verpflichtet der Alleinvermittlungsauftrag den Makler zum Tätigwerden.

Anbot

Ein Anbot (Angebot, Offert) liegt vor, wenn jemand eine verbindliche Erklärung zum Abschluss eines Rechtsgeschäftes abgibt. Dieses Anbot muss, um Rechtswirkungen entfalten zu können, ernstlich und inhaltlich bestimmt sein. Ist das Anbot befristet, muss es innerhalb der gesetzten Frist angenommen werden, andernfalls erlischt es und ist für den Anbietenden nicht mehr bindend. Mangels ausdrücklicher Befristung gilt es für eine "angemessene Zeit". Wird das Anbot von demjenigen, an den es gerichtet ist, vollinhaltlich angenommen, so entsteht ein Vertrag.

Eine Annahmeerklärung unter geänderten Bedingungen kann keinen Vertrag bewirken, sondern stellt ein neues Gegen-Anbot dar.

Angeld

Das Angeld (§ 908 ABGB) wird bei Abschluss eines Vertrages zur Sicherung der Vertragserfüllung erlegt.

Bei Erfüllung des Vertrages ist das Angeld auf die vereinbarte Leistung anzurechnen.

Tritt der Angeldgeber aus seinem Verschulden vom Vertrag zurück, so ist das Angeld zu Gunsten des anderen Vertragspartners verfallen. Tritt der Angeldempfänger aus seinem Verschulden vom Vertrag zurück, so muss er dem anderen Vertragpartner das doppelte Angeld zurückzahlen.

Anmerkung der Rangordnung

Der/Die Eigentümer einer Liegenschaft kann/können die beabsichtigte Veräußerung oder Verpfändung seines/ihres Grundstückes im Grundbuch anmerken lassen. Der Gerichtsbeschluss, mit dem diese Anmerkung bewilligt wird, wird im Volksmund „Rangordnung“ genannt; er wird nur in einer einzigen Ausfertigung erstellt und ist ein Jahr lang wirksam.

Die Einverleibung eines Eigentumsrechtes oder Pfandrechtes kann im Rang der Anmerkung während ihrer Gültigkeit nur für denjenigen durchgeführt werden, der gleichzeitig mit seinem Antrag und der einverleibungsfähigen Urkunde auch den Rangordnungsbeschluss vorlegt.

Ausgleichsverfahren

Das Ausgleichsverfahren soll den Konkurs abwenden, indem der konkursreife Schuldner mit seinen Gläubigern einen Vergleich schließt, der ihm teilweisen Schuldenerlass und für den Forderungsrest Stundung durch Ratenzahlung gewährt.

Während des Ausgleichsverfahrens bestehen gewisse Verfügungsbeschränkungen für den Schuldner (nötige Zustimmung durch das Ausgleichsgericht bzw. den Ausgleichsverwalter). Der Schuldner kann aber in seinem Geschäftsbetrieb weiterarbeiten; Er steht allerdings bis zur Ausgleichserfüllung unter gerichtlicher Aufsicht oder unter Aufsicht seiner Gläubiger.

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